Gelungener Neuanfang eines alten Weingutes im Luberon

Idyllisch gelegen und komplett neu hergerichtet liegt das Gut im Luberon
Château la Dorgonne, Luberon - 8. August 2008
Weine des
Château la Dorgonne
Ein weitere Gut in Südfrankreich, das seinen Neuanfang dem neuen Bewußtsein vieler Konsumenten verdankt. Als es 1999 von der Familie Parmentier übernommen wurde, war so gut wie alles unbrauchbar. Die Chance eines solchen Neuanfangs liegen in der sehr guten Lage, dem Terroir des Gutes: das Luberon liegt in einer für Weinbau idealen Boden / Klimakomposition. Das war ja auch der Grund, warum das Gut einst florierte.
Viel Handarbeit
Viele Arbeiten im Weinberg werden mittlerweile recht ordentlich von Maschinen erledigt. Ob Rebschnitt, Blattschnitt oder Ernte, es gibt für alles Traktoren, Rüttler und Schnipsler.
Die Maschinen können noch nicht denken und entscheiden. Die Helfer im Weinberg wissen, worauf es bei ihrer Arbeit ankommt und selektieren genauer, was und wie in die Erntekörbe gelangt. Das Ergebnis bringt im Bereich von Weinqualitäten wie sie auf dem Château la Dorgonne erzeugt werden, immer noch die besseren Endergebnisse. Für ein das kleine Gut sind dann bei der Ernte 24 Personen beschäftigt.
Das Château la Dorgonne hat die Zeiten der Überproduktion nicht überlebt und verfiel weitgehend. Aber - und das macht das Gut interessant - es wurde auch nie mit Chemie und Kunstdünger Wein aus dem Boden gepreßt. Die Familie Parmentier konnte von Grund auf mit ihrer Vorstellung des Weinbaus beginnen: mit Respekt vor der Natur, den Pflanzen und (Mikro) Organismen wird der Wein gewonnen. Alles, was die Reben brauchen, um die Trauben zu produzieren wird ihnen aus natürlichen Quellen zugeführt.
Keinerlei chemische oder synthetische Stoffe - weder zur Düngung noch zum "Schutz" - werden eingesetzt. Zwischen den Rebzeilen werden im Frühjahr Gräser und im Winter Getreide gesäht. Die Gräser rauben den Reben die Nährstoffe und zwingen die Rebwurzeln dazu, sich in die Tiefe des Bodens zu bohren. Das Getreide bricht den Boden und nährt ihn über den Humus. Zur Auswahl der Gräser und des Getreides werden Proben des Bodens genommen, und der Gehalt an Nährstoffen und Mikroorganismen ermittelt.
Die Trauben, die im Herbst von einer ganzen Equipe per Hand gelesen werden, haben die volle phenolische Reife. Das ist die aromatische Reife der Trauben, die den Geschmack und Duft des Weines bestimmen. Der Zeitpunkt der Lese richtet sich auch nach dem Weintyp (Weiß / Rot / Rose), um die gewünschten Eigenschaften dieser Weine zu unterstreichen. Die Frische bei den Weißen und dem Rosé und die weicheren, runden und vollen Aromen der Rotweine.
Verständlich, dass gerade die Weinbereitung im Keller nach den gleichen Grundsätzen wie die Rebzucht erfolgt, also ohne jegliche Hilfsmittel und Zusätze. Auf diese Weise bleiben die über das ganze Jahr in den Trauben gewonnenen Aromen auch in ihrer Vielschichtigkeit im Wein erhalten.