weinejournalkontaktbestellenanmelden

La Biancara von Angiolino Maule. Wein ohne Allem - ausser Geschmack.

Trauben auf La Biancara

Die Trauben von La Biancara sind die Grundlage für die Weine von Angiolino Maule. Selten hat jemand den naturnahen Anbau seiner Wein so konsequent umgesetzt.

Aufgenommen: 14. März 2009

Weine von La Biancara

Sassaia Rosso Masieri Pico Bianco Masieri

Wein ist das älteste Getränk, das der Mensch durch Umwandlung von Früchten gewonnen hat. Der Beginn der Weinbereitung war vermutlich Zufall: lies man die gelesenen Trauben stehen, schmeckten sie plötzlich komisch und die, die diese Trauben aßen, wurden heiter. Also ließ man die Trauben einfach häufiger stehen, entfernte die störenden Schalen und fertig war der Wein.

Was vor über 2000 Jahren mit den Trauben passierte, wußte niemand - so schmeckte das, was in den Bechern schwappte vermutlich auch. Was heute mit den Trauben passiert, ist sehr genau bekannt. Dieses Wissen nutzen viele Erzeuger jedoch nicht, um die ursprüngliche Erzeugung zu verbessern, sondern um den Geschmack zu vereinheitlichen.

Angiolino Maule versteht sich als Erzeuger, wie es die Griechen schon vor Jahrtausenden gehandhabt haben: Trauben gären zu Wein und Schluss. Weder im Weinberg noch im Weinkeller wird irgendein chemisches, biologisches oder physikalisches Hilfsmittel benutzt.

Seine Weine entspringen einzig aus seinem hervorragenden Terroir, die im Einklang mit ihrer Umgebung gesunde und allerbeste Trauben hervorbringen. Was Angiolino Maule und die Weine von Biancara von den Ursprüngen des Weinbaus unterscheidet, ist das profunde Wissen um die Einflüsse der natürlichen Faktoren und wie sie zu handhaben sind. Weine in dieser Art zu erzeugen klingt romantisch, vielleicht auch versponnen - es ist in erster Linie sehr viel und sehr gründliche Arbeit.

Es ist ja nicht so, dass Biancara für seinen biologischen Weinbau bekannt wäre: es sind die Weine, die das Weingut interessant machen (für Weintrinker jedenfalls). Bei der Gärung verderben kleinste Fehler, Unsauberkeiten oder auch Krankheiten an den Trauben den ganzen Jahrgang. Das geht allen Winzern so, aber die vielen Hilfsmittel der chemischen Industrie, die viele Winzer einsetzen, federn diese Einflüsse ab. Wie die Aromen, durch die Störung der natürlichen biologischen Prozesse auch flöten gehen.

Das eigentlich interessante an Weingütern wie Biancara ist das Ergebnis des so strikten Ansatzes: es bringt unvergleichliche Aromen hervor, die mit keinem noch so modernen Hilfsmittel erreicht werden. Dabei wirken auch die Weine natürlich: sie sind nicht pechschwarz in der Farbe, es springen keine Johannisbeeraromen aus der Flasche und der Geschmack erschlägt nicht den Gaumen. Trotzdem oder gerade deshalb bietet die Weine einen so beeindruckenden Facettenreichtum. Sie sind der Konsequenz und dem unermüdlichen Einsatz von Angiolino Maule zu verdanken.

Informationen

Der weinraum

Kontakt

include($path."include/fz.php"); ?>