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E

s klingt paradox, dass in einer ehemaligen Hochburg einfacher Trinkweine der biologische Weinbau heimisch wird und die Weine Qualitäten erreichen, die ehemalige Spitzenlagen in den Schatten stellen.

 Ein ist im Languedoc seit Jahrtausenden in der Kultur verankert. Seit einigen Jahrzehnten kommen aus dem Languedoc immer mehr Spitzenweine.

Ein ist im Languedoc seit Jahrtausenden in der Kultur verankert. Seit einigen Jahrzehnten kommen aus dem Languedoc immer mehr Spitzenweine.

Im Languedoc liegen abseits der Touristenpfade viele ehemalige Weingüter mit alten, brachliegenden Weinbergen. Kleine Güter, die bis vor einigen Jahrzehnten ihre Weine in der Nachbarschaft oder ihre Trauben an die lokale Kooperative verkauft haben, die aus den Trauben vieler dieser kleinen Winzer Wein erzeugten. Die Weine wurden an Geschäfte und Supermärkte verkauft.

Als die Supermärkte zahlreicher wurden, brach dieses System zusammen. Die immer größeren Mengen, die von den Einkäufern der großen Ketten nachgefragt wurden, konnten von den Kooperativen nicht mehr geliefert werden. Mit den großen Mengen kam auch der Preisverfall – Trauben in großen Mengen gibt es billiger in Afrika und Südamerika.

Wer von seinem Weingut leben wollte, musste beträchtliche Mengen ernten – es gab ja fast nichts mehr für einen Tankwagen voll Wein. Die Kinder der Winzer haben sich verständlicherweise nicht um die Höfe gerissen, die zu einem harten Leben in Armut führten, und gingen andere Wege.

So wie sich der Weinmarkt mit den Supermärkten änderte, ist es heute der aufkeimende Überdruss an eben diesen Supermärkten, die eine Weiterentwicklung ermöglichen.

Die Massenweine haben zwar immer noch den größten Markt, aber es haben viele Weinfreunde Geschmack entwickelt und suchen die ausdrucksstarken Weine im Angebot.

Die Abgeschiedenheit vieler alter Weingüter im Languedoc – oft mit jahrzehntealten Reben auf kleinen Weinbergen?– ist heute wieder interessant.

Die verstreuten Weinberge liegen mitten in der Natur: Monokulturen gibt es nicht. Auch keine giftspritzenden Nachbarn, die das Umfeld empfindlich stören würden.