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Der Tannat ist seit Jahrhunderten im Madiran heimisch. In früheren Jahren waren die ungen nicht so feingeistug wie heute. Die Sorte entwickelt ungemein viel Tannin in ihren Schalen.

 Das Weingut liegt am Ortsrand von Barolo in den Weinbergen

Das Weingut liegt am Ortsrand von Barolo in den Weinbergen

Vor 50 Jahren konnte man nichts gegen das Tannin machen: die Temperatur bei der Gärung war nach heutigem Ermessen viel zu hoch. Das fördert das Herausziehen der bitteren Stoffe besonders. Man konnte nur Kühlen, indem die Kellertüre geöffnet wurde. Was auch nicht immer nutzte.

Die heuten Weine haben nichts mehr mit den Madiran - Weinen früherer Jahrhunderte zu tun, die praktisch nur von rustikalen Bewohnern der Region und Engländern getrunken wurden: die Gascogne gehörte zum englischen Königreich. Den Mumm, ein Glas krautigen Wein zu leeren, das mehr Tannin enthielt als heute in einer ganzen Flasche steckt, brachten jedenfalls nur rauhe Gesellen auf.

Mit der neuen Zeit in den Weinkellern wurde dem Tannat die Zähne gezogen. Durch kleine Luftblasen in den Gär- und Reifebehältern wird die Gerbsäure - das Tannin - abgebaut.

Die Weine werden häufig von den ausgefallenen und am Boden der Fässer liegenden Salzen (ähnlich wie der Weinstein in einer guten Flasche) befreit und es entsteht schon beim Winzer ein weicher, fruchtiger Wein mit der besonderen Note des Tannat.

Der Tannat behält seine etwas strenge Art, die klare Frucht ist aber bei modernen Marian - Weinen das Charakteristische. Sie reifen sehr gut in Barriques und entwickeln dort eine elegante Reife.