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ls im Malepère vor Jahrhunderten die ersten Steinhäuser errichtet wurden, hatten die Bauherren keine Freude an dem weichen Stein der Region. Er trägt nicht und ist porös. Der alte okzitanische Name für das Malepère ist «malo peiro» und bedeutet schlicht schlechter Stein. Der karge Boden ist sandhaltig woher seine geringe Wirderstandskraft kommt.

Die sanften Hügel des Malepère sind Zeuge der Weichheit des Materials: er widersteht kaum der Erosion.

 Viel altes Gemäuer im Malepère

Viel altes Gemäuer im Malepère

Die erst viel später angebauten Weine des Malepère profitieren von dem Malepère:auf dem sandigen Boden konzentrieren die Reben ihre Kraft auf die Trauben und bilden weniger wucherndes Blattwerk: vom schlechten Stein kommt guter Wein.

Der Boden mit Ton- und Sandeinschlüssen speichert das Wasser gut. Der ausgewogene Mineralgehalt des sandigen Bodens gibt den Weinen eine weiche, mineralische Note.

 Viel altes Gemäuer im Malepère

Die Cité von Carcassonne - komplett erhaltene mittelalterliche Anlage umgeben von Weinbergen

Die Weine der Sorten Merlot und Cabernet Sauvignon aus dem Malepère sind weich, rund und angenehm zu trinken. Sie haben nicht die Härte mancher Bordeaux - Weine.

Die mediterranen Sorten Carignan, Syrah und Grenache wachsen oft in wärmeren Regionen. Im Malepère sind sie frischer als Weine aus wärmeren Regionen.

Das Klima im Malepère ist geprägt von mediterranem und ozeanischem Einfluß. Neben lokalen Unterschieden des Mikroklimas ist es im Osten eher gemäßigter und kühler, während der Westen eher von der Wärme profitiert.

Die Weine aus dem Melepère profitieren davon: die Bordeaux Sorten Merlot (50% der Bestockung) und Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc können hier besser ausreifen als im kühleren Bordeaux Gebiet.

Das Malepère liegt an der Grenze der Kühle des Atlantik und der warmen Luft des Mittelmeeres. Die Weine des Malepère sind weicher als die aus Bordeaux und feiner als die typischen Languedoc Weine der wärmeren Regionen.