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Piemont im Nebel. Bei genauem Hinsehen viel zu entdecken!

Das Piemont ist eine klassische kalte Weinregion: große Weine mit dezenten Aromen trotzen die Winzer dem nördlichen Klima und ihren kargen Böden ab. Das ist widrig für die Winzer, ist aber ideal für ihre Weine.

1. Dezember 2010

Die beste Sorte des Piemont, der Nebbiolo hat seinen Namen vom Nebel (Nebbio), der im Herbst die Hügel umgibt und nur die Spitzen herausragen läßt. Dieses Bild ist dem Piemont scheinbar eigen: die großen Namen einiger Spitzenerzeuger vernebeln den Blick auf die vielen Weine, die es sonst noch im Piemont gibt.

Die Freunde der Spitzenweine ergötzen sich an Gaja, Barbaresco und Barolo. Bodenständigere Weinfreunde machen einen großen (!) Bogen um diese überteuerten Vermögensanlagen.

Geschmacksache, wie man es sieht. Schade ist es in jedem Fall, die vielen guten Erzeuger aus einem der beiden Gründe nicht zu beachten: viele gute und ausgesprochen elegante Weine aus Nebbiolo, Dolcetto und Barbera gibt es im Piemont. Sie sind kaum billig, aber das sind Weine aus nördlichen Regionen nie: die kalten Lagen erfordern viel Arbeit und bringen ausdrucksstarke Weine hervor.

Eines ist zudem sicher: mit dem guten Geld für die Weine der Familienbetriebe bezahlt man nur seinen schönen Wein und keine millionenschweren Werbekampagnen oder den Brokat für den Schlossherren.

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