Montepulciano aus den Abruzzen

Die Weine aus den Abruzzen haben sich gemausert und ihre Wildheit abgelegt
Rabsco, Abbruzzen - 20. August 2008
Montepulciano (Rot) und Trebbiano (Weiß) sind die Traubensorten in den Abruzzen. So einfach ist das. Vermutlich könnten auch andere Traubensorten hier mit großem Erfolg angebaut werden. Das Gebiet an der Adriaküste und besonders im bergigen Hinterland vereint Sonne und aus den Bergen im Hinterland nachts abfallende kühle Winde.
Die Traube Montepulciano
Die Sorte Montepulciano ist eine süditalienische Verschnittsorte, die recht viel Ertrag bringt. Dass daraus trotzdem Weine mit guten Absatzchancen erzeugt wurden, liegt am gleichnamigen Ort in der Toscana - was viele verwechseln dürften.
Bei Rabasco wird der Montepulciano als Hauptwein erzeugt. Der Ertrag und der Aufwand bei der Herstellung sind weitaus höher als bei den einfachen Weinen der Sorte. Dass auch der Montepulcaino mehr kann als verschnitten zu werden, zeigen auch erste Resultate aus der Neuen Welt.
Die Weine entwickeln so eine ausdrucksstarke Eleganz, deren Charakter durch ihren Facettenreichtum geprägt ist, seltener durch die Schwere der Aromen. Die milden Tannine der Montepulciano Weine erscheinen angenehm. Die recht hohe Säure und die dezente Frucht des Trebbiano entwickeln sich in dem milden Klima zu einem interessanten Weißwein.
Die idealen Bedingungen spornen nicht alle Winzer in den Abruzzen zu Höchstleistungen an - genauer gesagt verlassen sich die meisten Winzer auf die sonnige Lage und den guten Namen ihrer Weine. Das kleine Weingut Rabasco gehört zu den Gütern in den Abruzzen, die durch intensive Arbeit im Weinberg auch wirklich das Potential der Sorten und ihres «Territorios» ausnutzen. So entstehen Weine, die weit mehr bieten, als nur das Angenehme, für die die Weine der Region bekannt sind, sondern wirkliche Klasse.