Sauvignon - fruchtiger Charmeur mit Talent zu mineralischem Tiefgang
Die Weinsorte Sauvignon - 18. August 2008
Sauvignon - Weine sind die Delphine der Weinwelt: man mag sie einfach. Die Meeressäuger dürften ihren überaus guten Ruf den ‹Flipper›- Produzenten verdanken, der Sauvignon seiner großen Verbreitung. Kaum eine Weinkarte in einem Restaurant kommt ohne einen «Sauvignon» aus.
Der markante Duft und Geschmack machen den Sauvignon einfach - er überfordert ungeübte Weintrinker nicht und erscheint immer irgendwie angenehm. Aber es gibt auch Sauvignon Weine , die wirklich begeistern. Sie stehen nicht bei den offen ausgeschenkten Weinen in den Weinkarten, sondern weiter hinten, bei den Flaschenweinen und ein wenig verborgen. Weil es Weine aus Regionen sind, die man erst einmal kennen muß, um dort nach Weißweinen zu suchen. Allen diesen Regionen ist die Kälte gemein: ein guter Weißwein gedeiht nur dort, wo die Herbstnächte kühl sind.
Ob der Sauvignon mineralisch, eher volumenreich oder sogar im kleinen Barrique ausgebaut wurde, seine intensive Frucht ist all diesen Typen gemein. Stachelbeere ist oft die dominante Frucht, bei vielen Sauvignon tritt Holunderblüte hervor. Sauvignon begleitet Fisch immer gut. Ein eher frischer Sauvignon wird zu hellem Fisch mit Butter und Zitrone gut passen. Bei stärkeren Fruchtnoten wie bei Weinen aus dem Bordelais oder dem Duras passen eher bunte Kreationen mit Tomaten und Kräutern. Käse ist oft eine gute Wahl: mineralischen Sancerre zu einem Ziegnkäse, fruchtigere zu kräftigeren Rohmilckäsen.