Dieser Wein entwickelt Noten von Graphit und schwarzen Früchten. Der erste Eindruck ist kräftig. Dann findet man die seidige Frische der charakteristischen Schiefer von Faugères wieder, die den Wein letztlich ausmacht.
Zarte Raucharomen und komplexe Fruchtaromen ohne Überschwang, süße Gewürze, Noten von blondem Tabak, feiner Geruch von Garrigue. Geschmeidiger und seidiger Mund.
Helle, himbeerrote Farbe. Köstliche Aromen von roten Früchten und süßen Gewürzen des Grenache, ergänzt durch die komplexen und aromatischen Noten von Mourvèdre, mit einem langen und eleganten Aromenbild am Gaumen.
Der Winzer Frédéric Desplats ist einer von diesen sympathischen Eigenbrötlern, die sich um den Wein, Frankreich und überhaupt die Welt Gedanken machen. Er betreibt auf seinem steinigen Boden natürlich biologischen Weinbau.
Nr. 2293
Preis pro Flasche, inkl. MwSt.
– 22,00€/l
, 0,75lVersandkosten
Faugères im Languedoc
Wein aus dem Faugères ist ein wunderbarer Begleiter von feinem Essen
Im Languedoc leben viele Winzer, die ihre Domaine erworben haben, um hochwertige, handwerkliche Weine zu erzeugen. Eine große Vielzahl und Varianten an Weinstilen erstaunliche Qualität ist im Languedoc zu finden. Oft muss man sie allerdings finden, denn sie sind verstreut zwischen der ewigen Abfolge von Hügeln, Felsen und den weiten Garrigue Felder.
Das Faugères im Languedoc
Von der Küste weg, hinauf zu den Bergen
Das Faugères liegt von der Küste weg im Inneren des Languedoc und schon in den höheren Lagen, Richtung der Montagne Noir. Die Weine des Faugères sind besonders und besonders gute Begleiter von feinem Essen, weil sie in der Höhe ausschließlich von Böden aus reinem Schieferstammen. Diese Kombination von Boden und Höhe ist im gesamten Süden Frankreichs den Weinen des Faugères vorbehalten.
Der Schiefer ist das Markenzeichen des Faugères - und die Weine, die darauf in Handarbeit erzeugt werden.
Der ideale Schiefer
Der Schiefer im Faugères besitzt für den Weinbau geradezu ideale Voraussetzungen. Es lässt das Wasser gut in tiefere Schichten abfließen, wo es in Zeiten der Trockenheit - und davon gibt es im heißen Faugères genug - den Pflanzen tief unter der Oberfläche zur Verfügung steht.
Der Schiefer im Faugères ist zudem reich an Mineralien, die dem Wein eine klare mineralische Struktur geben.
Die Landschaft ist hügelig (bis 400 Meter), was den Sonneneinfall und die Trocknung der Reben durch den Wind verbessert. Die Trauben können im Herbst ausreifen und Krankheiten werden durch die baldige Trocknung nach einem Regen deutlich reduziert. Das erleichtert einen biologischen Weinbau deutlich.
Die Weinberge in den höheren Lagen liegen auf Schiefer und im Bereich etwas tieferer Temperaturen als in Küstennähe
Heiß und trocken ist das Klima im Faugères
Das Klima im Languedoc ist heiß und trocken. Die Voraussetzungen für Spitzenweine sind also gegeben. Der Ertrag liegt im Durchschnitt bei 33Hektoliter pro Hektar - einem ungemein niedrigen Wert. Das Terroir Faugères produziert volle, reife Weine, wie sie in warmen Regionen zu erwarten sind. Überraschend ist die Frische und Mineralität der Weine. Freie Rebflächen sinnvoll genutzt
Dünn besiedelt ist das Faugères - Menschen wohnen nur wenige in dem Hinterland des Mittelmeeres. Auch Reben sind nur dünn gesät: von den möglichen 5000 Hektar sind lediglich knapp 2000 mit Reben bepflanzt. In den Jahren ist eine Lücke entstanden: Die frei stehenden Weinberge sind günstig zu erwerben. Wer sich mit viel Enthusiasmus ans Werk macht, kann hier aber ausgezeichnete, individuelle Weine erzeugen, die den Hunger auf Charakter der mit oberflächlichen Reizen überfluteten Konsumenten erfüllen.
Die Handarbeit ist zurück im Languedoc
Biologische Weine aus dem Faugères
Viele der Weingüter im Faugères arbeiten schon biologisch - allein, weil anspruchsvoller Wein nur in einem gesunden Weinberg erzeugt werden kann. Viele Winzer hadern jedoch mit der Biozertifizierung, auch wenn viele Weinfreunde sehr darauf achten, dass ihre Weine «biologisch» sind. Das erleichtert es den Winzern - viel einfacher, denn gute Arbeit im Weinberg ist sehr aufwändig. Es kann also weit billiger sein, ein bio - Label zu bezahlen, als guten Wein zu machen. Die sinnvolle Vorgabe der bio - Vorgaben ist, vieles zu verbieten, was nicht in einen Weinberg gelangen soll. Was stattdessen zu tun ist, wird jedoch nicht festgelegt. Genau hier jedoch fängt der Beruf des ambitionierten Winzers erst an. Dass solche Winzer keine Unkrautvernichtung ausbringen, ist für einen handwerklich arbeitenden Winzer so selbstverständlich, wie kein Brot zu stehlen. Spontan vergoren: besser als bio
Denn auch ohne das «bio» auf dem Etikett gilt: wenn der Wein besonders sein soll, wird er spontan vergoren, das heißt mit den Hefen, die auf den Trauben natürlich vorkommen. Jede Form nicht - biologischen Arbeitens macht diese Art der Gärung unmöglich oder der Wein schmeckt nicht. Im Faugères werden sehr viele Weine spontan vergoren und hervorragende Weine erzeugt. Rosé im Norden des Languedoc
Die in Südfrankreich geliebten Rosé gedeihen im Faugères auf dem mineralischen Boden filigran und fruchtig. Sie sind in den Restaurants der Region die klassischen Begleiter zum Essen.
Wein aus dem Faugères werden meist so im Weinkeller ausgebaut, dass weder ein Dekantieren, noch ein Karaffieren erforderlich ist. Der Unterschied zwischen beiden ist die Belüftung des Weines, den man beim Dekantieren verhindern und beim Karaffieren gerade erreichen möchte. Umgangssprachlich ist das Gegenteil gemeint - was nichts macht, im Sinne von: Es muss aber so heißen. Wenn man fälschlich einen reifen Wein belüftet, wird er sein Aroma verlieren. Diese Gefahr dürfte bei vielen Weinen aus dem Faugères gegeben sein.
Also bei Wein aus dem Faugères die Karaffen lieber im Schrank stehen lassen.
Weinkartons sind stabil, solange alle Fächer gefüllt sind. Wenn einzelne Fächer leer bleiben, knickt der Karton leicht ein und Flaschen werden beschädigt,
der Karton weicht auf. Alles keine Freude.
DHL und andere Paketdienste ersetzen solche Schäden auf dem Transport nicht. Die Kartons sind für «voll» ausgelegt und zugelassen.
Bitte wähen Sie die Anzahl der Flaschen so, das 3, 6, 9, 12, 15 oder 18 Flaschen in (allen) Kartons sind.
Fragen? Ich helfe gern weiter:Mail an Thomas Henke, dem Mann hinter dem weinraum