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Reblaus

Die Reblaus lebte seit Urzeiten auf dem amerikanischen Kontinent und kam mit den ersten Dampfschiffen nach Europe. Vorher hatte die Überfahrt mit den Seglern zu lange gedauert. Die Reblaus befällt die Wurzeln der Reben und zerstört sie in ca drei Jahren vollständig; und zwar alle Reben im Weinberg - eine genaue Darstellung führt hier viel zu weit, google bietet hier alle Informationen.

Hier soll nur <b>heute noch spürbare Folge</b> erläutert werden: <b>warum es nur so wenige Rebsorten weltweit gibt.</b>

Ab etwa 1845 wurden innerhalb weniger Jahre praktisch alle Europäischen Weinberge zerstört. Es dauerte einige Zeit und die Lösung war, resistente amerikanische Reben in Europa zu pflanzen und diese mit den gewünschten Sorten zu veredeln. Ähnlich wie man einen Stamm eines Apfelbaumes mit Birnen veredeln kann und fortan Birnen erntet statt Äpfel.


 

Moderne Zeiten

Die Zeilen schreiben sich heute leicht hin - die Winzer standen angesichts von leeren Weinbergen im Ruin: alle Reben waren vernichtet. Sie hatten keine Lust auf Experimente und wenn schon neu beginnen, sollte moderne im Weinberg einziehen - meist die damals modernen französischen Rebsorten, auch einige lokal bekannte oder traditionsreiche Rebsorten wurden neu gepflanzt - es blieben jedoch zig tausende Rebsorten in der Versenkung verschwunden, weil sich niemand mit unbekanntem Wein gegen die modernen Merlots, Syrah und Cabernets lächerlich machen wollte.

Zwar gibt es auch heute noch regionale Rebsorten, die Vielfalt der Weinstile ist jedoch weltweit auf sehr wenige Modesorten geschrumpft. 

Nicht befallen werden Reben auf sandigem Boden - das Bodenleben der Reblaus braucht «richtigen» Boden. Einige Länder und Regionen wurden daher nicht von der Reblaus befallen. Und in einigen - sehr wenigen - Weinbergen stehen Neupflanzungen wurzelechter Reben, wie bei Nicolas Maillart in der Champagne