Arpège Blanc 2025
Weiß, jung & fruchtig, 13 Vol%

Geschliffen als Platte ist Granit ein Synonym für Beständigkeit. In der Natur zerfällt er «schnell» zu Sand und Quarz. Ein magerer Boden, in dem Reben tief wurzeln müssen. Die Weine sind oft fein, von heller Farbe und dezent im Gehalt von Tannin. Granit
Granit ist ein Tiefengestein
Granit ist grobkristallin, besteht aus Quarz, Feldspat und Glimmer. Man kennt die geschliffenen Küchenplatten und Grabsteine, die für Menschen und die Zeiträume, in denen sie denken ungemein beständig sind. Geologisch und über Millionen betrachtet, verwittert Granit «schnell» zu einem groben, mageren Sand, im Beaujolais arène genannt.
Dieser Sand schafft für Reben eine magere, saure und wasserarme Umgebung. Sie wurzeln tief, tragen wenige und kleine, dafür konzentrierte Beeren. Daraus entsteht die schlanke, gerade Statur granitischer Weine, ihre helle Farbe und das florale, rotfruchtige Aroma vieler Weine der Rebsorte Gamay.
Mineralische Weine vom Granit?
Mineralisch sind Weine von Granit nur in der Wahrnehmung. Steingeschmack geht nicht in den Wein. Die Frische der Weine von Granit kommt aus dem niedrigen Alkohol und dem schlanken Bau, nicht aus hoher Säure. Feldspat gibt sogar Kalium ab, das die Säure eher senkt.
Das Beaujolais
Im Beaujolais liegen ein paar hundert Meter neben dem rosa Granit die «pierres bleues». Blaue Steine, dunkel und vulkanischen Ursprungs, kein Granit. Sie geben dichtere, dunklere, langsamer reifende Weine.
Frédéric Berne in Lantignié bei Morgon erzeugt daher Wein vom Granit Rose und den Pierre Bleue, um dieses Terroir zu betonen.
Mehr über Granit- Fein duftend, Finesse

Der Kompost stammt fast immer aus dem eigenen Weinberg: den Trestern. Düngung nur mit Kompost
Gedüngt wird allein mit Kompost, nicht mit mineralischem Dünger. Das nährt zuerst das Bodenleben, statt der Rebe einen schnellen Stickstoffschub zu geben.
Die Rebe wächst dadurch meist ruhiger und ausgeglichener.
- Ausgeglichenes Wachstum

Mitten im Sommer, wenn die Trauben noch grün sind, wird ein Teil abgeschnitten und liegengelassen. Das klingt verschwenderisch, bündelt aber die Kraft der Rebe auf die verbleibenden Trauben, die danach besser durchreifen. Eine Ertragsbegrenzung, die früh im Jahr entschieden wird. Grüne Lese
Der Ertrag im Weinberg wird gezielt reduziert, damit die Kraft in wenige Trauben geht.
Winzer ernten nicht einfach weniger, sie haben viele Möglichkeiten, die tief im Winter, meist nach Silvester beginnen.
Eine Methode ist es, noch junge Trauben abzuschneiden, damit sie der Rebe keine weitere Kraft kosten. Als junge Winzer vor einer Generation mit solchen Methoden die Weinberge ihrer Eltern bewirtschafteten, war der Familienfrieden ernsthaft gefährdet. Der deutsche Begriff «Weinbauer» sagt es: viel soll von dem Acker kommen.
Nicht von ungefähr schmecken und vor allem duften die heutigen Weine heute anders, als vor Jahrzehnten.
- Dichte Aromen





