La Clape im Languedoc
Die Weine der Appellation La Clape stammen aus einer der sonnenreichsten Provinzen Frankreichs. Fast 3.000 Stunden brennt die Sonne auf die Reben und der fast immer vom oder zum Mittelmeer wehende Wind hält die Trauben gesund. Trotzdem gibt es selbst in trockenen Jahren Wasser für die Pflanzen, zumindest mehr als in benachbarten Regionen. Die Böden sind abwechslungsreich und bieten verschiedenen Rebsorten eine Heimat. Die Weißweine von La Clape überragen oft sogar die Rotweine - und die sind schon traumhaft.
La Clape: ein Tipp geblieben
Warum ist La Clape ein Tipp geblieben? Zu klein ist die Region, als dass viele Winzer zu ihrem Ruhm beitragen könnten. Gerade 625 Hektar Rebfläche sind als Herkunftsbezeichnung «La Clape» ausgewiesen. Um so beeindruckender die Weine der besten dieser Winzer und zu erfreulichen Preisen.
Reben zwischen markanten Klippen aus Kalk
Die markanten Felsen in La Clape sind Zeugen dieser gewaltigen Erdbewegungen, die das gesamte Languedoc geprägt haben, hier nur noch markantere Spuren hinterlassend.
La Clape lag auf dem Boden des Mittelmeeres
Das Gebiet des heutigen La Clape lag lange auf dem Boden des Meeres, die heutigen Felsen sind Ablagerungen dieser Zeit. Der Boden ist daher Mergel und Kalk. Durch die Verwerfungen bei der Entstehung der Pyrenäen wurde das heutige Languedoc zusammengeschoben wie ein Stapel Spielkarten und dieser Bereich der heutigen Küste angehoben. Die heutigen großen Felsen mit weißen Klippen traten zu dieser Zeit aus der Tiefe hervor und prägen noch heute die Landschaft. Später war diese heutige Felsenlandschaft von La Clape eine Insel. Vielleicht sogar ein Archipel. Die Römer nannten sie Insula Laci, die Insel der Seen.
Aus diesem Grund werden in 150 Metern Höhe so viele Meeresfossilien gefunden.
Der Pech Redon ist der Gipfel des La Clape
Vom Meer steigt das Gebiet bis auf 214 Metern auf der Höhe des Pech-Redon. (Der Pech bedeutet Hügel). Die steilen Felsen bilden einen starken Kontrast zu den umliegenden Ebenen und sind seit 1973 aufgrund der Schönheit der Landschaft als Naturerbe klassifiziert.
Pinien, Reben und die genügsame Garrigue sind in dem heißen Klima und dem ruppigen Boden gut aufgehoben. Es liegt im Regionalpark Narbonnaise und ist aufgrund seiner bemerkenswerten Flora und Fauna von der Europäischen Union als Natura-2000-Gebiet anerkannt, vom Département Aude als sensibler Naturraum anerkannt und teilweise im Besitz des Conservatoire du Littoral. Die Reben dienen im La Clape auch als natürliche Feuerschneise.
Die Trockenheit
In den letzten Jahren kam dieser Bewirtschaftung eine vollkommen neue und größere Dringlichkeit zu. Die Trockenheit führt zu einer Versteppung selbst einer Landschaft wie dem Languedoc, das seit Jahrtausenden unter der heißen Sonne dörrt. Aber nicht so extrem wie in der jüngeren Vergangenheit. Wenn es gelingt, durch Bewuchs die Austrocknung des Bodens zu vermindern (verhindern kann man es nicht), bedeutet dies zumindest eine Konservierung der Landschaft und damit des Lebensraumes.
Rote Rebsorten in La Clape
Die Hauptsorten sind Grenache, Mourvèdre und Syrah. In Cuvées und auch reinsortige Weine auch aus Carignan, Cincault - als «Nebensorten»
Grenache muss mindestens auf 20 % der Anbaufläche gepflanzt sein. Die Hauptrebsorten müssen mindestens 70 % der Rebfläche belegen.
Weiße Rebsorten
Die weißen Hauptrebsorten sind: Bourboulenc Blanc, Clairette, Grenache blanc, Piquepoul blanc, Marsanne, Roussanne. Die Weine aus La Clape müssen mindestens zwei dieser Sorten enthalten.
Nebensorten der Weißweine sind: Maccabeo, Terret. Viognier darf nur in bis zu 10% in den Cuvées enthalten sein.
Bourboulenc muss auf mindestens 40 % der Rebfläche gepflanzt sein, zusammen mit Grenache blanc mindestens 60 %.
Über Sinn und Unsinn dieser Vorschriften kann man sich streiten. Man sollte sie eher interessiert betrachten und es mit Loriot halten: «ah ja.» und gut ist.
Den Stil der Weine machen die Winzer, die Lage ihrer Weinberge und die Handschrift ihrer Arbeit.
So schmecken Weine aus La Clape
Es ist zunächst der Wind, der die Reben trocken bläst. Was hat das mit dem Geschmack zu tun? Die Trauben sind gesund, sie reifen aus und ergeben ausgewogen, volle Weine.
Dann sind es die kräftigen Aleppo Kiefern, die in den Klippen wachsen, die Kräuter des Garrigue, die das Land bedecken. Die Vielfalt dieser natürlichen Pflanzen ist vielfältiger als in den heißen Regionen nur ein wenig weiter landeinwärts. Sie geben den Reben einen gesunden, abwechslungsreichen Lebensraum - und es gibt ausreichend Wasser für die Reben. Sie haben weniger Stress mit der Hitze und Trockenheit. Das merkt man den Weinen an.
Die Weine aus La Clape sind fein für Weine aus dem Languedoc. Die Weißweine sind aromatisch, das ergibt sich schon aus den angebauten Rebsorten, aber auch mineralisch und mit einer frischen Säure.
Die Rotweine zeichnet eine feine, doch deutlich spürbare Würze aus. Feine Nuancen roter Beeren und Aromen von Kräutern, Gewürzen, die nie dominant, aber doch interessant sind. Auch die Rotweine verfügen über ausreichend Säure und können viele Jahre in den Flaschen reifen.
Einige Weine aus La Clape gehören zu den großen Weinen Frankreichs.