https://www.weinraum.de/

 

 

 

 

Startseite ›› Lexikon ››  Weinhändler

Weinhändler

Genau hinsehen beim Weinhändler
Genau hinsehen beim Weinhändler

Der Handel mit Wein war immer schon von Handelswegen abhängig. Früher kauften Englische Adelshäuser nur Weine aus Bordeaux, weil die keine Weine aus anderen Regionen zu den Häfen durchließen. Oder so lange im Zoll liegen ließen, bis die Fässer vergammelt waren.

 
Heute sitzen einige Weinhändler auf dem google Hafen und blockieren alles, was nicht 12.433 Weine auf seiner Webseite hat. Oder große Parkplätze vor den Läden mit vier Buchstaben. Das Ergebnis war vor Hunderten Jahren nicht anders als heute: bei den meisten Weinfreunden kommt auf den Tisch, was einigen Händlern nutzt und nicht, was die sich im Urlaub mit einem Weinführer in der Hand selbst beim Winzer aussuchen würden.

Ich hatte selbst lange (15 Jahre) einen Laden mit Bimmel wo Leute einkaufen konnten. Auch nach vielen Jahren bestellen manche den Wein bei mir und halten wie anno Tobak einen Schwatz bei der Übergabe. Ja, nun lebt ein Weinhändler nicht von den einigen netten Kunden, sondern er lebte von vielen, die nicht in den Laden kommen.

Weil sie nicht diesen Wein von der Rhône haben möchten, sondern jenen. Oder gar keinen Wein von der Rhône weil die davon Kopfweh bekommen, aber vom Wein aus den Marken nicht. Ich hab Friaul ...

Mein Laden war abgelegen am Ortrand, dafür mit Parkplatz. Dann gab es Leute, denen der Weg im kleinen Dorf zu mir zu weit war und die lieber in die 30 km entfernte Stadt zum Wein kaufen gefahren sind.

So geht es vermutlich allen Händlern mit einem Laden - in größeren Städten meist besser, bei kleinem Einzug ist es schnell schwierig.
Der Handel mit Wein umfasst auch die kleinen Weingüter. Die ohne Marketing Budget, Messestände und solchem unnützen Zeug. In Prozent vom Umsatz am gesamten Weinhandel tragen solche Winzer und Weine sicher nur unter 10% zu gesamten Weinmarkt bei. Bei etwas strengerer Auslegung an Qualität oder Originalität sicher deutlich weniger. Wobei der Markt immer noch groß genug ist für viele Weinhändler.

Für die, die sich wirklich für Wein interessieren, ist dieser Bereich natürlich der interessante. Der Weinkauf beim Winzer fällt hier runter oder auch bei kleineren Weinhändlern mit einem ausgefallenen Angebot, dass es bei den wesentlich umsatzstärkeren Händlern nicht geben kann, weil die nicht mit ein paar Hundert Flaschen ihre Ketten beliefern können. Es sei denn, die Flasche kostet 150 Euro, aber das ist wieder etwas anderes.

Die Krux für Weinhändler und Weinkunden ist wie oben beschrieben: aus dem riesigen Angebot suchen sich spezielle Fachhändler einen kleinen Teil aus, qualitativ sicher gut, aber eben beschränkt. Die Rede ist sicher nicht von solchen Händlern, die sich vom Großhändler die Regale vollstellen lassen und noch die Weinprosa vom Großhändler bekommen. Sondern von solchen Kollegen, die wie ich die Weine direkt beim Weingut einkaufen.

Die Kunden haben meist eigene spezielle Vorstellungen, wie oben gesagt: diese Traube gar nicht oder nicht von hier, sondern von da. Und nur unter 13% Alkohol oder über 14% etc.


Daher gibt es wie den weinraum noch den Wein online zu kaufen. Schlicht, weil die Schnittmenge von Angebot und Nachfrage oft nicht passt. Hier ist das Angebot auch eher klein, aber Kunden können von egal wo ihre Weine aussuchen.

Das gefällt zwar auch wieder vielen nicht, die lieber mit dem Auto zum Wein kaufen fahren. Aber so ist es bei speziellen Vorstellungen und die können Sie bei Ihrem Weinhändler weinraum mit gutem Vertrauen erfüllen.