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WEINRAUM Wein aus gutem Grund
Lexikon

Hexanal

Wer frisch gemähtes Gras riecht, riecht unter anderem Hexanal. Es ist ein Aldehyd mit sechs Kohlenstoffatomen und gehört zu den häufigsten flüchtigen Verbindungen in Pflanzen.

Hexanal im Wein


In jungen Weissweinen trägt Hexanal zu den grasig-grünen, frischen Noten bei, die manche als «Wiese nach dem Regen» beschreiben. Es stammt direkt aus der Traube — genauer: aus dem Abbau von Fettsäuren in der Beerenhaut. Eng verwandt ist (E)-2-Hexenal, das ähnlich riecht, aber etwas schärfer.
Beide Verbindungen sind flüchtig. Sie verdunstet mit der Zeit, weshalb diese grünen Noten in gereiften Weinen kaum noch auftreten. Wer sie sucht, findet sie in jungen Sauvignon Blanc oder Riesling, besonders aus kühleren Lagen.

Ist Hexanal schädlich?


Hexanal entsteht, wenn man einen Apfel aufschneidet, ein Blatt zerreibt oder über eine gemähte Wiese geht. Es ist einer der am weitesten verbreiteten natürlichen Duftstoffe. Im Wein steckt es in Konzentrationen, die sich im Mikrogramm-Bereich bewegen.