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WEINRAUM Wein aus gutem Grund
Lexikon

Lieux-dits im Burgund

Weinberge in Nuits Saint Georges mit dem Hôpital de Nuits Saint Georges
Seit der Einführung des napoleonischen Katasters im 19. Jahrhundert ist der Begriff lieu-dit juristisch klar definiert. Mit der systematischen Vermessung Frankreichs ab 1807 und der Umsetzung in Burgund zwischen etwa 1820 und 1840 wurden sämtliche Flurnamen amtlich erfasst und kartographisch fixiert. Ein lieu-dit bezeichnet ein klar identifizierbares Geländeareal mit überliefertem Namen. Diese Namen sind meist deutlich älter als ihre amtliche Fixierung und gehen häufig auf das Mittelalter oder sogar auf gallo-römische Zeit zurück.
Die Climats im Burgund entstanden bereits im Mittelalter, als Klöster wie Cîteaux und Cluny vor 1000 Jahren begannen, Weinbergsparzellen systematisch zu beobachten und voneinander zu unterscheiden. Die Climat sind also deutlich älter als die Lieut-Dits.

Die Bezeichnungen verweisen typischerweise auf:

  • Vegetation,

  • Bodenmerkmale,

  • Geländestrukturen,

  • frühere Besitzverhältnisse oder historische Gegebenheiten.


Der lieu-dit ist damit eine geografische und katasterrechtliche Einheit. Er impliziert keine qualitative Bewertung und ist nicht zwingend ausschließlich dem Weinbau gewidmet.