Tonminerale sind eine Gruppe von hydrierten Silikatmineralen, die im Allgemeinen in feinstkörniger Form vorliegen und eine wichtige Komponente von
Ton sind. Sie bilden sich durch Verwitterung von Gesteinen, insbesondere von
und [[lex, und können durch chemische, physikalische und biologische Prozesse in den Böden verändert werden.
Tonmineralie im Weinbau
Aufgrund ihrer kleinen Größe und ihrer schichtartigen Struktur haben
Tonminerale eine hohe spezifische Oberfläche. Das ermöglicht ihnen, große Mengen an
Wasser und Ionen zu binden.
Tonminerale können positiv geladene Ionen (Kationen) austauschen. Das bedeutet, sie können
Nährstoffionen, wie Kalzium, Magnesium und Kalium,
im Boden halten und an Pflanzen abgeben.
Tonminerale können die Eigenschaften von Böden stark beeinflussen, insbesondere
das Wasserhaltevermögen, die Durchlässigkeit, die Nährstoffverfügbarkeit und die Bodenstruktur. Für den Weinbau kann der Tonmineralgehalt und die Art der Tonminerale im Boden einen erheblichen Einfluss auf den Wassergehalt des Bodens, die Nährstoffverfügbarkeit und letztlich auch auf die Weineigenschaften haben.