WHO Empfehlungen zum Konsum von Alkohol
So sei der Verzicht auf Alkohol bei jüngeren weitverbreitet (je nach Statistik), der trockene Januar der Vorbote für weiteren Verzicht.
Die Hatz in den Medien
Selten, aber auch nicht ungewöhnlich sind Beiträge in «Gesundheitsblogs», die über vier Seiten geradezu hasserfüllt jeden «Drink» als todbringend beschreiben. Einmal abgesehen von der Frage, warum jemand sich derart abmüht, keimt die Frage: für wen? «Drinks» gab es im schlechten «Tatort» in den frühen 1970ern. Nur Canabis hat gerade einen Lauf (April 2024) und wer dagegen etwas schreibt, muss wohl in der Zeit dieser Totorte stecken geblieben sein.
Nicht weniger «ambitioniert» sind mitunter die Reaktionen auf solche Verbote und Kampagnen. Es stimme sachlich nicht und übertrieben sei es dazu. Die heilende Wirkung von Rotwein und die Mittelmeerdiät werden beschrieben.
Die heilende Wirkung von Rotwein beruht hauptsächlich auf dem Tannin und es dürfte allemal gesünder sein, rote Weintrauben zu futtern, als sie zu vergären, um das Tannin zu verzehren. Gerne auch die kleinen Beeren, aus denen Wein gemacht wird, die schmecken «gesund» und werden daher nicht zum Verzehr verkauft. In meinem Freundeskreis sind einige Mediziner, alle trinken Wein und alle antworten die Frage, ob Alkohol irgend etwas bewirke, das gesund sei, mit nein.
Alkohol verdaut keine schweren Speisen, Kräuterschnäpse sind nicht gesund, es gibt schlicht nichts, wozu Alkohol im Körper gut ist. Er ist schädlich ab dem ersten Tropfen.
Schreibt ein Weinhändler?
Wenig ist gut
Wir leben in einer Welt, in der wenig, was man tut, gut ist. Jedem Bissen Fleisch gingen Qualen eines Tieres voraus. Fische schreien nicht, wenn sie gefangen werden. Schon der erste Meter mit einem Auto zerstört die Umwelt. Egal, ob es brummt oder surrt; und fliegen erst. Mit dem IPhone 15 telefoniert man wie mit dem 7er und trotzdem rannten die meisten Menschen in die Arbeit, um das alles zu besitzen und am besten immer mehr davon. Work life blancler sind endlich weiter: alles wollen, aber weniger dafür arbeiten als die doofen.
Nein, da hilft auch kein Glas Wein, nur tief durchatmen.
Das Gesunde der Reduktion
Vor diesem Hintergrund sind Menschen, die bewusst Essen und bewusst die Grundstoffe für dieses Essen aussuchen, bewusst zubereiten und sich in Ruhe hinsetzen, um gutes Essen zu genießen und einen Wein dazu trinken, so weit auf der sicheren Seite ihrer psychischen und physischen Gesundheit, dass die Zufriedenheit, die das Geschmackserlebnis eines handwerklich erzeugten Weines seinen Schaden bei Weitem überwiegt.
Und damit ist jeder beliebige Alkohol ausgeschlossen: das Bier an der Tanke. Die Frage des Kellners nach einem Wein: «weiß oder rot»: Das «was» ist egal. Die Dauerverfügbarkeit von Alkohol und hohe Toleranz wird völlig zurecht als Suchtgefahr benannt und die Schäden sind bedeutend. Wirtschaftlich und medizinisch.
Es wirkt beliebig, wenn die WHO die Wirkung von Alkohol adressiert, nicht jedoch die von Zucker, der in praktisch allen industriellen Lebensmitteln beigemengt wird. Dem Fleisch, das zu viel gegessen wird, dem Bewegungsmangel oder den Psychopharmaka.
Vor wenigen Jahren war Greta die neue Heilige. Heute werden mehr und größere Kreuzfahrtschiffe gebaut als je, Fernreiseveranstalter sind völlig überbucht. Diese Beliebigkeiten sind so suchtbildend wie das Bier an der Tanke und das macht solche Kampagnen so ärgerlich. Sie erreichen letztlich niemand, obwohl es notwendig wäre.
Was hat die WHO eigentlich geschrieben?
Danke übrigens, dass Sie bis zum Ende durchgehalten haben. Das Original der WHO ist übrigens kein Pamphlet gegen den Alkohol und auch kein Kampf. Das steht nur in Presse und Medien. Der Titel der WHO Schrift heißt: «The global strategie to reduce the harmful use of alcohol» https://iris.who.int/bitstream/handle/10665/44395/9789241599931_eng.pdf?sequence=1
Und das hat mit der Sau, die gerade durchs Dorf getrieben wird, nichts zu tun.
Und die WHO adressiert sehr wohl den viel zu hohen Konsum von Zucker, den Bewegungsmangel und die leichtfertige Verwendung von Psychopharmaka.
Z.B.: https://cdn.who.int/media/docs/librariesprovider2/euro-health-topics/obesity/sugars-factsheet.pdf?sfvrsn=d5b89d5f_3&download=true
Das klingt jedoch nicht so sexy wie etwas gegen Alkohol. Man sollte einfach nie irgendetwas einfach glauben. Und wenig Wein trinken. Aber guten, handwerklichen Wein von echten Winzern.
Ich gehe jetzt Rad fahren, auch ohne WHO.