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Das Weinjournal

Pinot Meunier in der Champagne

Weinberg in der Champagne mit Pinot Meunier Reben im Winter

Pinot Meunier in der Champagne


Drei Rebsorten sind in der Champagne bestimmend: Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier.
Mit Pinot Meunier sind 31 % der Rebfläche in der Champagne bepflanzt. Die Rebsorte ist wegen ihrer späten Blüte weniger frostgefährdet als Pinot Noir und Chardonnay. Im kühleren Vallée de la Marne ist sie daher besonders oft von den Winzern gepflanzt. Ihr Name leitet sich von der mehligen Farbe der Unterseite ihrer jungen Blätter und Knospen ab. Der Meunier ist der Müller. Es ist also der Müller - Pinot.
Der Meunier verleiht den Champagne-Weinen eine eher runde Struktur als es der kernigere Pinot Noir vermag. Er ergibt eher fruchtige Weine, die sich etwas schneller entwickeln als anderen Sorten. Sprich: die Weine aus Pinot Meunier haben weniger Säure.

Terroir


Während Chardonnay kalkhaltige, gut dränierte Böden bevorzugt, um seine frische, mineralische Art zu entwickeln, und Pinot Noir mittelschwere, kalksteinreiche Böden für Struktur und Eleganz schätzt, kommt Pinot Meunier auf schwereren, lehm- und feuchteren Böden gut zurecht. Diese Eigenschaften ermöglichen es - neben dem kühleren Klima - Pinot Meunier, in den Vallée de la Marne-Regionen zu pflanzen, wo andere Rebsorten eher auf ungünstige Bedingungen treffen als der Meunier.

Frühere Nutzung und Klimawandel


Historisch wurde Pinot Meunier in der Champagne aufgrund seiner Fähigkeit geschätzt, in klimatisch härteren Bedingungen konstante Erträge zu liefern. In anderen Regionen in Frankreich wird sie kaum angebaut. Mit dem Klimawandel kann diese Rebsorte zusätzliches Potential haben, da ihre Robustheit gegenüber kühleren Temperaturen und ihre späte Reife sie potenziell resistenter gegen Frostschäden im Frühjahr macht. Wissenschaftliche Prognosen lassen vermuten, dass mit der fortschreitenden Erwärmung die Anbauflächen für traditionellere Sorten wie Pinot Noir und Chardonnay reduziert werden (müssen), während Pinot Meunier unter schwierigeren Bedingungen Vorteile besitzt.

Genetische Besonderheiten


Pinot Meunier ist eine Mutation von Pinot Noir, die zu einer dünneren Beerenschale führte. Das Aroma des Meunier ist weniger kantig als es typische Pinot Noir sind, es sind auch vielfältigere Fruchtaromen, die Weine aus Meunier verströmen. Die sortentypischen Aromen sind Aprikose, Pfirsich und Zitrusfrüchte, während Pinot Noir eher an rote Beeren denken lässt.

Spontangärung


Die Spontangärung, also der Fermentation mit auf den Trauben natürlich vorkommenden Hefe, entlockt gerade dieser Sorte interessante Noten. Diese Art der Gärung fördert die Entwicklung von komplexen, Terroir - Aromen im Wein, was zu einem unverwechselbaren, oft als «rustikal» beschriebenen Charakter führt. Die spontane Gärung verfeinert die Textur des Champagners, indem sie eine feinere Perlage hervorbringt.

Schwarzriesling in Deutschland


In Deutschland wird aus der Rebsorte Schwarzriesling - wie der Pinot Meunier hier genannt wird - praktisch nur Rotwein erzeugt, der meist wenig Körper und fruchtige Aromen von Kirsche und Beeren aufweist. Diese Weine sind oft tanninarm und werden überwiegend jung getrunken. Auf Deutsch: in Deutschland wird kaum guter Wein aus der Sorte gewonnen. Schade.

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