Das Piemont ist eine Region, die ihre Klasse durch die
Kälte gewinnt. Im Herbst, wenn die Trauben ausreifen und ihren Geschmack entwickeln, ist es schon kühl. Sonne und Kühle Nächte ergeben erst die wunderbare Dichte der Weine: sie reifen und verlieren Nachts nicht ihre Struktur.
Die Struktur ist in diesem Falle die Fruchtsäure, die in warmen Nächten abgebaut wird. Weine aus warmen Regionen sind weicher, voller. Aus dem Piemont kommen dagegen tiefgründige, strukturierte Weine.
Zum Glück gibt es Winzer wie die Mossios, die ihre Weine modern ausbauen, also in Tanks aus Edelstahl und großen Holzfässern. Nur besondere Weine werden im kleinen Barrique ausgebaut. Um zu reifen, nicht um die Weine mit den Vanille und Holzaromen der Fässer zu schönen.