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Lese

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Carignan Blanc auf der Domaine Modat im Roussillon

Die Lese ist natürlich ein Höhepunkt im Weinjahr - und was die Winzer bis zu diesem Zeitpunkt nicht geschafft haben, werden sie bei der weiteren Arbeit im Weinkeller nicht mehr aufholen. Guter Wein wird im Weinberg gemacht und die Lese ist das Ende dieses Schaffens.

Die viele Arbeit bis zu Lese war eine wichtige Voraussetzung für den Wein. Wie die Lese ausgeführt wird und besonders der Zeitpunkt der Lese bestimmen wesentlich den späteren Charakter des Weines aus dem Weinberg.

 
Lese einzelner Trauben für einen besonderen Weißwein von Modat im Roussillon
Lese einzelner Trauben für einen besonderen Weißwein von Modat im Roussillon

Die klassische Lese per Hand ist heute immer noch weit verbreitet. Maschinen sind teuer und lohnen sich kaum auf kleinen Weinbergen und sie bieten auf kleinen Weinbergen auch nicht die Vorteile, die sie haben.

Abgesehen davon stammen von kleinen Weinbergen Weine mit deutlich höherem Ausdruck des Terroir und gerade um dies besonders schön zur Geltung zu bringen, ist die Lese von Hand vorteilhaft.

Die Trauben werden einzeln gepflückt und können auch bei nur angelernten Helfern gut sortiert werden.

 
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Sauvignon blanc Lese auf der Domaine Pelle - Menetou Salon an der Loire

Und Helfer braucht es viele, um auch nur einige Hektar eines Familien - Weingutes zu lesen. Die Arbeit ist schwer - man sieht es an den Kiepen der Träger - und man braucht eine gewisse Erfahrung. Meist kommen immer die selben Saisonarbeiter auf ein Weingut.

 
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Lese mit dem Vollernter

Viele - auch gute Weine - werden maschinell gelesen. Wie alle Technik ist auch diese sehr weit entwickelt - es kommen weitgehend ganze Beeren in den Weinkeller.

Und wie bei aller Technik hängt das Ergebnis vom Nutzer ab. Sicher kann ein Weinberg ohne vorherige Inspektion mit der Maschine gelesen werden. Was an den Stöcken ist, kommt mit - Hauptsache viel; Fehler kann man im Keller gut übertünchen. Solches Machwerk ist hier nicht Thema.

Der Vorteil der maschinellen Lese - abgesehen von der Unabhängigkeit von Personal - ist die Geschwindigkeit. Zum einen ist die Reife je nach Wetter zur Lese ein heikles Spiel mit der Zeit. Hier kann es von Vorteil sein, einen oder mehrere Weinberge an einem Tag zu lesen und nicht über mehrere Tage zu lesen.

Gerade im Süden ist es üblich, die Kühle der Nacht zu nutzen, damit die Trauben nicht in der Hitze Schaden nehmen. Auch hier sind Vollernter von Vorteil: sie arbeiten in der Dunkelheit wie im Hellen und sind zum Morgengrauen fertig mit der Arbeit.

 
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Gehört auch zur Lese: das Sortieren der Pinot Noir Trauben auf der Domaine Pellé

Je nach Qualität der gewünschten Weine werden die Trauben im Weingut vor der Weinbereitung noch selektioniert, um Blätter, ungesunde oder unreife Trauben vor der Verarbeitung zu entfernen.