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Domaine Terres Georges

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Terres Georges Weine aus dem Minervois

Minervois Weine gehören zur Familie - man schmeckt es sofort

Familie Coustal der Domaine Terres Georges im Minervois
Familie Coustal der Domaine Terres Georges im Minervois

Ich bin kein Freund von Kindern auf Werbebildern. Ich werde misstrauisch, wenn Hoteliers ihre in Windeln gepackten Säuglinge in Kameras halten und ich noch nicht einmal weiß, wovon sie mich damit überzeugen wollen. Familie Coustal von der Domaine Terre Georges im Minervois hat oft ihre beiden Kinder auf den Bildern - sie erzählen dem Betrachter aber auch, warum.

Familie Coustal ist seit Generationen auf der Domaine Terres Georges. Seit 2001 machen die Eltern ihren eigenen Wein.
Familie Coustal ist seit Generationen auf der Domaine Terres Georges. Seit 2001 machen die Eltern ihren eigenen Wein.

Die Großeltern haben auf dem Gut mit Herzblut ihre Trauben angebaut, mit den Jahreszeiten gelebt. Bei schlechtem Wetter gelitten, bei Hagel den Gürtel enger schnallen müssen, aber der war schon auf dem letzten Loch. Wer Trauben anbaut, dem sitzt der Gürtel immer eng. Schlechte Wetter bedeuten am Rand des wirtschaftlich möglichen zu stehen.

Anne Marie Coustal ist die Tochter des Gutes und zusammen mit ihrem Mann Roland hängen sie im Jahre 2000 ihre Berufe an den jeweiligen Nagel und beschließen, auf dem Gut der Eltern ihren eigenen Wein zu erzeugen. Die Alternative wäre gewesen, die Weinberge zu verkaufen, zu verpachten - jedenfalls nicht mehr selbst mit dem Traktor und der Rebschere zwischen den Reben die Sommer und Winter zu verbringen.

Der alte Traktor könnte von vielen Jahrgängen erzählen - auch wenn es nur mittels Staub und Rost ist.
Der alte Traktor könnte von vielen Jahrgängen erzählen - auch wenn es nur mittels Staub und Rost ist.

Drei Wochen, nachdem seine Tochter die Entscheidung verkündet hatte, auf dem Gut nicht nur Trauben anzubauen und in der Cave abzugeben, sondern den Wein im eigenen Keller zu erzeugen, erlag der Vater nach langer Krankheit.

Sie konnten alles, was der Vater in den vielen Jahren in den Weinbergen aufgenommen hat, jeden Zentimeter seiner Böden, den Auswirkungen von Wind, Sonne und Regen auf die Reben in diesen Weinbergen und wie sich die Trauben dann entwickeln werden, all dies konnten sie nicht mehr nutzen. Sie mussten auf seine Ratschläge verzichten.

Und sie mussten darauf verzichten, mit ihm, der so viele Jahre Winzer war, den ersten Wein nur von Trauben aus seinen Weinbergen zu kosten. Vermutlich war letztes das Schlimmste im ersten Jahr der neuen Domaine.

Ihm zu Ehren heißt die Domaine seither Terres Georges.

Carignan ist im Languedoc quasi zuhause. Die Sorte braucht Sonne und Wärme und bringt dunkle, kräftige Weine hervor.
Carignan ist im Languedoc quasi zuhause. Die Sorte braucht Sonne und Wärme und bringt dunkle, kräftige Weine hervor.

12 Hektar Reben stehen auf der Domaine Terres Georges. Die Sorte Carignan ist natürlich mit darunter, der zum Süden gehört und den Weinen immer ein besonderes Aroma verleiht. Grenache und Syrah sind zwei weitere Wärme liebende Sorten auf Terres Georges.

Die eher aus kühlen Regionen stammenden Cabernet Sauvignon und Merlot sind mittlerweile oft im Süden zu finden. Im Minervois, wie im nahen Malepère sind noch atlantische Auswirkungen im Klima zu finden. Sie bringen oft Kühle im Herbst, was diesen Trauben erst ihre Eleganz verleiht. Dieser Einfluss ist von der Lage der Weinberge abhängig.

Alte Carignan Rebe auf Terres Georges im Minervois
Alte Carignan Rebe auf Terres Georges im Minervois

Die Reben werden von der Familie Coustal mit sehr viel Handarbeit gepflegt: die Laubarbeit (das Trimmen der Blätter für einen Optimalen Zugang der Sonne an die Trauben), die Grünlese, um den Ertrag niedrig zu halten und die Lese selbst. Das Ziel sind gesunde Weinberge im Zusammenspiel mit der Natur und anderem Bewuchs, der auch ein vielfältiges Leben von Nützlingen und Mikroorganismen ermöglicht.

Ziel der Mühen ist natürlich ein optimaler Wein, der nur in einem gesunden Weinberg wächst - alle Technik im Weinkeller kann diese Arbeit nur unterstützen, nie ersetzen.

Und die nächste Generation, die schon jetzt zwischen den Reben groß geworden ist und - vermutlich - die Tradition weiter führen wird.


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