Trocken und mineralisch erscheint der Wein trotzdem - die ganze Kunst des Riesling ist es, eine solche Frucht-Wucht mineralisch ausgewogen zu präsentieren.
Der Riesling zeigt sich bei diesem Wein von seiner leichten Seite. Seine hellen Fruchtnoten werden zu frischem Fisch aus heimischen Gewässern gut passen.
In der Nase präsentiert sich der Wein mit intensivem Duft nach Weinbergpfirsich, Quitte und Aprikose. Hinzu gesellen sich Exotik und ein Hauch Würzigkeit.
Nr. 2236
Preis pro Flasche, inkl. MwSt.
– 12,67€/l
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Riesling
Riesling schafft einen extrem mineralischen Charakter mit warmen Fruchtnoten zu verbinden
Riesling ruft nicht selten heftiges Kopfschütteln hervor. Es wird - immer noch - viel Riesling erzeugt, bei dem die Säure unambitioniert hervortritt, die Frucht polternd wirkt und ein Stück Käse nicht nur gut passt, sondern nötig ist, um die Balance am Gaumen wieder zu erlangen. Im Verkauf ab Weingut kann man solche Varianten des Riesling häufig finden: einem Vergleich mit hochwertigen Weinen braucht man sich bei Jahrzehnte währenden Kontakten nicht stellen und die Weinprobe ist gern lustig.
Kommen die Kinder der Ab- Hof Käufer zu Besuch und die Eltern stellen einen «leckeren Wein, probier mal!» auf den Tisch, entsteht dieses prägende Kopfschütteln, das scheinbar vererbbar ist, so hartnäckig hält es sich.
Ein vollkommen anderer Eindruck entsteht bei Riesling, dessen Potential von Winzern zur Meisterschaft gebracht wird. Wie keine andere Rebsorte spiegelt Riesling den Boden und die Lage, auf der die Reben wachsen. Die steilen Schieferhänge an der Mosel werden von den Winzern nicht für Riesling genutzt, weil sie keine flachen Äcker pachten könnten, sondern weil der Wein von solchen Lagen (flach und ohne Schiefer) ebenso flach schmecken würde.
Auf den steilen Schieferhängen wird hingegen Riesling erzeugt, der zu den besten Weißweinen gehört: ausgewogen, markant und große Freude bereitend.
Riesling Reben im Weingut Kirsten an der Mosel
Die Säure, die der Riesling besitzt, ist weich, passend zu seinem Aroma - wenn er eines hat. Dieses Kunststück gelingt in guten Lagen: in steilen, schieferhaltigen Hängen an nördlichen Flussufern wie im Bild an der Mosel.
Denn hier - und nur in solch guten Lagen - nimmt der Riesling die mineralischen Noten des Bodens auf und gibt sie an den Saft der Beeren weiter. Die Wurzeln der Rieslingreben reichen bis tief in den Boden und je nach seiner Zusammensetzung gelangen diese Salze und Mineralien in die Pflanze und damit in den Wein. Das macht zwar jede Rebe, Riesling vermag den Weinen jedoch einen besonderen Glanz zu verleihen.
Dieser mineralische Glanz hat mit der Säure zu tun, die bei schlechtem Riesling so stört: die Reben reifen sehr spät und es wird bereits kühl, auch kalt in den Weinbergen. Durch die Kühle behalten die Beeren ihre feine Säure und der Wein kann lange und voll ausreifen. Er entwickelt in dieser späten Phase seinen vollen, reifen Fruchtaromen, die kaum eine andere Rebsorte in dieser Prägnanz entwickelt.
Lange Reife im Herbst ist Voraussetzung für große Freude am Riesling
Die Kühle in den langen Herbstnächten in den nördlichen steilen Hängen hat ein Pendant im Frühjahr: dem Spätfrost. Als die Römer vor Jahrtausenden mit dem Weinbau im Norden begannen, haben sie es sicher mit ihren Sorten versucht, werden aber wenig Erfolg gehabt haben. Es ist in nördlichen Lagen für fast alle Sorten zu kalt. Im Burgund hat es der Chardonnay geschafft, diesseits des Rheins hat der Riesling in die Weinberge gefunden.
Riesling ist eine ideale Traubensorte für Sekt
Um dieses Zusammenspiel von mineralischen Noten, der ausladenden Frucht und der markanten Säure zu finden, sind auch Winzerpersönlichkeiten nötig, die mit dem erforderlichen Mut und Einsatz das Beste aus den Weinbergen herausholen.
Die Harmonie des Riesling Terroir Charakters und seiner Säure macht ihn ideal auch für den Ausbau zum Sekt. Auch vollkommen trocken bietet Riesling Sekt ein herrliches Aromenspiel, dass den berühmten Kollegen aus Frankreich sicher nicht nachsteht.
So schmeckt Riesling und dazu passt er
Riesling, zumindest guter, ist kein belangloser Wein. Seine Frucht ist weich, voll und reif. Helle Früchte wie Apfel und Aprikose sind oft in seinem Duft und Geschmack zu finden. Hinzu kommen klare mineralische
Noten und seine frische Säure.
Im weinraum nicht vertreten sind süße oder halbtrockene Rieslinge. Das hat sich über die Jahrzehnte so kristallisiert, auch wenn Köche und Winzer das schade finden: weinraum Kunden trinken trocken, fertig.
Das Dreigestirn der Riesling Aromen öffnet einen breiten Kanon an Kombinationen: die Frische ist ideal zu Fisch, auch fettreichem Fisch. Das Mineralische eines Riesling ist fein auch zu hellem Seefisch aus heimischen Gewässern.
Zu hellem Fleisch wie Geflügel wird ein Riesling nicht dominant erscheinen und bietet auch einem schmelzigen Fond genügend Frucht und Säure um ihn leicht wirken zu lassen.
Zu rustikaler Küche passt Riesling, da er schwere Speisen leicht wirken lässt.
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